Künstler-Statements
Aus Anlass des 20jährigen Jubiläums der IKF.
Hunderte von Künstlern und Gruppen haben in den vergangenen 20 Jahren den Weg der Kulturbörse Freiburg gekreuzt. Viele – ja die meisten von Ihnen – mit Erfolg und das, obwohl ebenfalls viele von Ihnen sich vorher nicht so richtig vorstellen konnten, was sie denn nun in Freiburg erwartet! Wir haben eine Reihe von Ihnen – sowie weitere Agenten und andere Begleiter der Kulturbörse - nach Ihren Erinnerungen und Ihren Eindrücken gefragt.
Hier die Antworten, die uns erreicht haben:
Martin Vincenz, Festivalleiter Arosa Humor-Festival, Schweiz
Es gibt Fixpunkte im Leben, die sind unverrückbar. Der Geburtstag des Sohnes, Weihnachten am 25. Dezember, "Dinner for One" am Silvesterabend, der jeweilige Fussball‑WM‑Final, der Einbau der Dritten Zähne, usw. Und seit 20 Jahren die Kulturbörse in Freiburg! Gerade nach dem Arosa Humor‑Festival im Dezember macht es immer Spass, endlich in Ruhe Künstler und Agenten in einer lockeren Ambiance zu treffen. Und dabei auch noch viel Neues und vor allem Gutes zu entdecken. Ein Fixstern also am Kleinkunst‑Himmel. Gratulation und weiterhin viel Leuchtkraft!
René Berto von der Agentur Genie & Wahnsinn, Wien
Die Börse war für uns zu Beginn der Karriere ein waghalsiger Schritt! Abstürzen oder als Sieger den Platz verlassen? Und doch haben wir von dort aus mit steirischem, anarcho Extremhumor die Geisteswelt von Alf Poier der Kabarettwelt ein Stück näher gebracht. Die Börse ist mit dem Erfolg des Künstlers Alf Poier untrennbar verbunden und hat uns das Tor für eine erfolgreiche Karriere aufgestoßen. Danke! Ich freue mich schon richtig auf das kommende Jahr!
Susanne Buhr von der Agentur Susanne Buhr, Köln
Zuerst einmal die allerherzlichsten Glückwünsche zum 20 jährigen!! Seit 13 Jahren bin auch ich ohne Unterbrechung dabei, schon mit einem Stand im Bürgerhaus, als es das Zelt noch nicht gab. Die Entwicklung von der charmanten kleinen Messe am See bis zur heutigen sehr viel größeren und vielfältigeren Veranstaltung in den Messehallen hat mit der Entwicklung im Kulturbereich immer Schritt gehalten und der Professionalisierung Rechnung getragen. Für uns Aussteller ist die neue Arbeitssituation sehr viel angenehmer und effizienter. Aber trotz Ortswechsel hat die Börse nie das verloren, was sie für uns alle besonders reizvoll macht: sie ist ein großes 'Familientreffen', wir pflegen die persönlichen Kontakte untereinander und zu den Kunden und haben zusätzlich zu den vielen wirtschaftlichen Pluspunkten immer noch ausgesprochen viel Spass bei unserer Arbeit. Ein besonderer Dank geht an Holger Thiemann und in den letzten Jahren an Armin Furthmann für euren Einsatz und euer Herzblut.
Ferruccio Cainero, Kabarettist, Schweiz
Das letzte Mal als ich auf der Freiburger Künstlerbörse war hat meine Agentur in zwei Tagen 60 Verträge für mich abschliessen können. Wo anders könnte so etwas passieren ? Für mich ist die Börse eine große Chance für Artisten, die kein Budget besitzen um es in Werbung etc. zu investieren. Tanti auguri e bouna continuatione ! für die Organisatoren zum 20 jährigen Jubiläum der Freiburger Börse wünscht Ferruccio Cainero ( CH )
Marilies Düsterhaus von der Agentur Künstlerkontakt Marilies Düsterhaus, Schweiz
Seit der 1. Kulturbörse in Freiburg vor 20 Jahren war ich regelmäßig dabei und konnte alle Veränderungen und Verbesserungen miterleben. Die Vermittlung hat sich besonders für ausländische Agentur stark verändert. Um nicht ganz den Anschluss in Deutschland zu verlieren, ist eine Teilnahme für mich ein "Muß". Die Kulturbörse ist für mich auch ein wichtiges Forum, den direkten Kontakt zu den Veranstaltern zu pflegen, sich mit Agenturkollegen auszutauschen und um Neues zu entdecken.
Michael Ehnert, Kabarettist, Deutschland
Morgens, 14:30 Uhr: Meine Agentin ruft an und verkündet jubelnd, ich dürfe auf einer Messe in Freiburg spielen. Sofort kriege ich Ausschlag. Mein letzter Auftritt auf einer Messe liegt zehn Jahre zurück und gehört zu den traumatischsten Erlebnissen meines an Traumata nicht armen Lebens. Das Besondere an dem Auftritt: Ich bekomme kein Honorar, sondern zahle eine Auftrittsgebühr. Ich finde Agentinnen sollten mittags noch nicht trinken... Nun, die Freiburger Kulturbörse stellt sich dann glücklicherweise etwas anders dar als befürchtet. Im Gegenteil: Spannend zu sehen, was sich auf dem Kabarett und Kleinkunstmarkt so tummelt. Und eine tolle Möglichkeit, Kollegen zu treffen, denen man sonst nur aus vorbei rasenden ICEs zuwinken kann. Und nicht zuletzt haben nach meinem Kurzauftritt rund 30 Veranstalter sofort einen Auftritt gebucht. Schöne Bilanz. Ich komm beim nächsten Mal gern wieder.
Horst Evers, Kabarettist, Deutschland
Dass die Börse für Folgeauftritte äußerst wertvoll ist, dürfte wohl hinreichend bekannt sein. Auch ich konnte das am eigenen Leibe erleben. Aber dennoch stört wohl viele die ungewohnt frühe Auftrittszeit, gerne schon mal gegen Mittag. Ich fand gerade diese Zeit großartig. Mal schön einen Abend frei. Das war super. Meinetwegen könnten ruhig grundsätzlich alle Kleinkunstveranstaltungen mittags sein. Obwohl, dann würd’ ich mir wahrscheinlich wünschen, mal schön einen Mittag frei zu haben...
Familie Flöz, Maskentheater-Ensemble, Berlin
Die Familie Flöz verdankt der Freiburger Kulturbörse einen wichtigen Kick, einen Anschubser im richtigen Moment. Die Börse hat uns nicht dahin katapultiert, wo wir schon immer sein wollten, aber sie hat für Bewegung gesorgt: Über den Umweg des Kleinkunst Marktes, dieses überbunten und doch so engen Sammelbeckens, hat sie dazu beigetragen, aus unser kleinen Firma FLÖZ & SÖHNE eine große FAMILIE FLÖZ zu machen, die mittlerweile seit 10 Jahren in der ganzen Welt Theater macht. Aus 4 wurden 40. Wir sahen uns bereits 1995 als Außenseiter in dieser Szene der Comedy, der schrägen Bühnenkünstler, der "lustigen" Männer und Frauen. Wir kamen vom Theater, waren keine Autodidakten, nicht besonders laut oder schräg. Was wir eigentlich immer haben wollten waren große, schöne Bühnen und ein volles Haus, um schönes und gutes Theater zu machen. Wir haben uns einige gute Jahre durch die Stadtfeste, Comedy und sonstigen Fastfood Festivals gespielt, die uns dank der Freiburger Börse engagiert haben. Wir haben es überlebt, viel gelernt, viel Spaß gehabt und haben nun umso mehr Spaß, wenn das große Haus ausverkauft ist, bloß weil wir dort Theater spielen...
Michael Hilleckenbach von der Agentur THEATERTRANSFER, Köln
April 1988: Auf der deutsch niederländischen Kulturbörse in Kleve sprechen mich Dr. Krapf und Holger Thiemann vom Kulturamt Freiburg an: Ob ich an einem vergleichbaren Branchentreffen in Freiburg interessiert sei? Angesichts der räumlichen und organisatorischen Unzulänglichkeiten der erstgenannten Veranstaltung fällt es nicht schwer, an eine Weiterentwicklung und verbesserte Umsetzung des Börsengedankens zu glauben. Ich bin dabei. April 1989: Im neu errichteten Bürgerhaus Seepark passt eine überschaubare Anzahl von Ständen locker in das Foyer. Eine Handvoll Agenturen ist auch vertreten. Im Saal läuft vor einer überschaubaren Besucherzahl das erste Auftrittsprogramm. Zur “Qualitätssicherung” hat man einige internationale Künstler als Abendprogramm verpflichtet und dabei grenzüberschreitend die Nachbarn aus Frankreich und der Schweiz einbezogen. Überhaupt geht es – entsprechend dem Ursprungsgedanken dieser Börse im Dreiländereck – recht international zu. Am Ende der 3 Tage ist man sich einig: Mehr Besucher wären schön, aber die Atmosphäre war einmalig. Für die nächsten Jahre wurde das Bürgerhaus zum Fixpunkt eines jeden Frühjahres, der Besuch in Freiburg zum offiziellen Frühjahrsauftakt für alle aus Nord und Westdeutschland Angereisten. Irgendwie war immer schönes Wetter, man erlebte tolle Künstlerauftritte und im Schnitt fuhr man mit dem beruhigenden Gefühl nach Hause, jede Menge geschafft zu haben. Bald schon platzte das Bürgerhaus aus allen Nähten. Ein zugiges Zelt wurde für einige Jahre Heimat der Ausstellerstände, und so ging es in diesen Jahren zusätzlich auch mit der einen oder anderen Erkältung nach Hause. Der Wechsel in die Messehallen vor einigen Jahren schließlich war ein notwendiger Schritt der Professionalisierung. Er spiegelt die heutige Angebotsvielfalt wider, aber manchmal gaukelt er auch eine wirtschaftliche Dynamik vor, die mit der Realität vieler Künstler und Agenturen nichts zu tun hat. Trotzdem ist und bleibt Freiburg die Referenz, an der sich alle Versuche von Alternativveranstaltungen messen lassen müssen. Besten Gruß Michael Hilleckenbach
Eckhart von Hirschhausen, Kabarettist, Deutschland
Die Kulturbörse ist wie ein Kulturbeutel mit Spiegel, Kontaktspray, Bauchpinsel, und immer wieder Staunen, was alles rein passt!
Gardi Hutter, Clownin, Schweiz
Kulturbörsen sind eine gute Sache. Sie unterlaufen den Hochglanzbroschürenzwang und ermöglichen direkten Kontakt zwischen Künstler und Veranstalter.
Luise Kinseher, Kabarettistin, Deutschland
Die Kulturbörse Freiburg zeigt, wie wahnsinnig bunt und verschroben die Kleinkunstszene ist. Das beruhigt mich. Die Welt kann also gar nicht so schlecht sein.
Ulrich M. Heissig alias Irmgard Knef, Kabarettist, Deutschland
"Auf dem Parkett nicht ausrutschen und das Vertrauen der Anleger nicht enttäuschen - dann steht für eine Künstlerin die Freiburger Kulturbörse hoch im Kurs!"
Dorothee Köß von der Agentur Shubcraft Comedy & More, Bocholt
die Kulturbörse wird 20!!!! Was die Kulturbörse für mich ist? Das Tor zu meinem "anderen Leben" als ich mich 2004 entschied, das Soloprogramm von Peter (der damals noch gar kein Soloprogramm hatte....!!!) zu managen, kannte ich die Kulturbörse gar nicht. Die Theater Leute haben mich gefragt, ob ich denn auch zur Kulturbörse gehen würde, dann erst habe ich mich schlau gemacht und mich angemeldet. Zu dieser Zeit hatte ich natürlich noch meinen "normalen Job" und im Januar meine für mich wichtigste Messe die HEIMTEX, Gott sein Dank GENAU VOR der Kulturbörse, also im Jahr 2005 direkt nach der Heimtex alle Sachen gepackt und nach Freiburg mit 10 Postern, ein paar DVDs und Pressemappen und voller guter Hoffnung. Da stand ich nun auf der Messe, sah die anderen z. Teil tollen Ständen aber auch vielen zusammen gebastelten, so wie meiner war. Aber nett war es! Bunt und sympathisch, unkompliziert und ohne böse Konkurrenzgedanken! Ich traf doch einige Bekannte, da ich ja durch den Circus meiner Schwester und meines Schwagers (FLICFLAC) doch den einen oder anderen der Artisten kannte. Und wie viele kamen nicht zu meinem Stand "IST PETER HIER?????" "Ich kenne ihn von ich weiß nicht wann, oder von Roncalli, oder von dieser und der Gala, oder, oder, oder". Strahlende Frauenaugen, die ich enttäuschen musste, aber auch viele Männer wollten ihn wieder sehen aber dass er ein Soloprogramm spielt, nein, das wusste keiner, konnte auch keiner so recht glauben, komisch. Da war viel Überzeugungsarbeit zu leisten und ich habe das Versprechen gegeben, nächstes Jahr kommt Peter mit! Dann 2006, da habe ich ihn dann für nen Kurzauftritt angemeldet und die Spardosen auch. Im Januar 2006 war die HEIMTEX NACH der Kulturbörse, puh, keine Überschneidung. Ich hatte einen Stand an einem anderen Platz, viel größer, näher am Geschehen, anders vorbereitet, DVD Player dabei.... und Peter im Gepäck wegen Kurzauftritt. Ohhhh Gott, er kam, beim "Bad in der Menge" auf etwa 3 Stände pro Stunde. Und durch den Kurzauftritt und dadurch, dass er 2005 doch schon durch 15 20 Städte getourt war, war diese Messe ein großer Erfolg mit vielen Kontakten und Terminen. WOW! Dann der Schreck Terminbekanntgabe für 2007 genau zur HEIMTEX .... Was nun, naja, in mir war schon sehr der Wunsch geweckt, die "normale Arbeit" sausen zu lassen und mich mit der Agentur und dem Management selbständig zu machen, aber ich bin Sternzeichen Krebs Risiko ist ein Fremdwort für den vorsichtigen Krebs.... aber ich hatte ja noch Zeit bis zum Sommer..... oh wie schnell kam der Sommer... und wie schnell die große Frage der Entscheidung Heimtex oder Kulturbörse..... naja, wenn man in den Messekatalog nachschaut, weiß man, wie ich mich entschieden habe SO gerne entschieden habe! keine Exportleitung sondern Selbständigkeit.... kein geregeltes Leben sondern ungeregeltes Chaos, kein 0815 sondern häufig 15 Stunden täglich, kein geruhsames Wochenende sondern Shows und Veranstaltungen, Lebensmittelpunkt ist das Auto und das Hotelzimmer und mein Herz ist Backstage, mittlerweile ist es natürlich nicht mehr Peter Shub allein sondern viele andere Comedians und Clowns, Artisten, Schauspieler, Musiker, eine Mischung so spannend wie mein "neues anderes Leben". Ich melde mich in den nächsten Tagen für die Messe 2008 an ich hoffe, ich halte durch!!!! DANKE Kulturbörse, dass 2007 die Messe gleichzeitig zur HEIMTEX stattfand, ich weiß nicht wie es endet, aber ich weiß ganz genau, wie es angefangen hat und dieses Jahr Selbständigkeit, in dem ich gerade stecke, kann mir keiner mehr nehmen!!!!
Volker und Thomas Martins, Chaostheater Oropax, Deutschland
Th.: Volker wie findest Du eigentlich die Kulturbörse? V.: Um ehrlich zu sein am besten über den Autobahnzubringer Freiburg Mitte. Auch ein Shuttlebus fährt stündlich vom Airport in ca. 50 Minuten zum Freiburger Hauptbahnhof. Ab Hauptbahnhof findet dann die Messe Buslinie 11 in ca. 10 Minuten auf das Messegelände. Das finde ich super. Leider finde ich sie nicht mehr am Seepark, da fand ich sie nämlich gut. Früher war ich da oft Kultur Börsewicht. Th.: Was macht die Kulturbörse Freiburg so besonders? V.: Weder Wall Street noch Frankfurter Börse handeln die Sparten "Darstellende Kunst" und "Musik". Im Parketthandel herrscht auf keiner Börse so ein Straßentheater. Th.: Wie wurdest Du auf die Börse erstmals aufmerksam? V.: Du schriebst das Jahr „neunzehnhundert siebenundachtzig“ in mein ohne leine Tagebuch. Wir waren gerade in Bombay wo ein Inder nett Cafe erfand. Mein Apple hatte ein Wurmloch durch das ich über eine Anzeige für die Kleinkunstbörse am Seepark stolperte. Th.: Welche Verbesserungsvorschläge hast Du? V.: Keine Kriege mehr, genug zu essen für alle und ca. 23 Grad auch im Februar bei leichtem Westwind kurz vor Sonnenuntergang (der allerdings erst gegen 23 Uhr sein sollte). Für die Kulturbörse: Ich würde gerne mal den Jury kennenlernen, der seit Jahren die Künstler für die Kurzauftritte auswählt. Ist es Jury Gagarin? Th.: Was stört Dich an der Kulturbörse? V.: Diese ständige Bescheidenheit der Begriffe. Wieso gibt es bei „Kurz“ Auftritten Klein Kunst? Könnte man nicht Riesenkunst in normaler Länge zeigen? Wahrscheinlich liegt es am „Mikro“fon Ein Preis wäre mal schön, mir fällt aber als Freiburger leiter keiner ein. Th.: Stimmt es, dass Holger Thiemann in Wirklichkeit auch Dein Bruder ist? V.: Nein wir haben lediglich die gleichen Eltern, aber die sind Geschwister.
Käthe Lachmann, Comedy-Künstlerin, Deutschland
Herzlichen Glückwunsch zum 20.sten! Mein Auftritt in Freiburg war ganz am Anfang meines Bühnenschaffens. Ich war unglaublich aufgeregt, worauf meine Agentin nur sagte: "Wieso bist Du aufgeregt, dass ist doch nur ein Saal voller Veranstalter." Die Nacht davor war schlaflos, beim Auftritt aber war ich in Form und es ergaben sich viele Engagements im ganzen Land, noch Jahre später. Es hat sich für mich also sehr gelohnt, schön, dass es diese Möglichkeit, sich Veranstaltern aus ganz Deutschland zu präsentieren gab/ gibt!
Microband, Musikkabarettisten, Schweiz
La Kulturborse di Freiburg per noi è stata un’occasione veramente unica per farci conoscere da un pubblico internazionale ed ha rappresentato una svolta nella nostra attività professionale.
La Kulturborse soprattutto ci ha dimostrato, e dimostra ancora oggi dopo 20 anni di attività, che gli artisti dotati di un progetto valido possono affermarsi anche in mancanza di una grande notorietà televisiva,e questo li rende più liberi e meno condizionati.
L’altro elemento fondamentale è che durante il suo svolgimento artisti, agenzie, operatori culturali, organizzatori, possono incontrarsi, parlarsi, scambiarsi idee,proposte e suggerimenti, con l’idea di fare tutti parte di uno stesso comune progetto.
Rolf Miller, Kabarettist, Deutschland
"börse freiburg: abgrundtief gefährliches plaster, für das man sich entscheiden KANN, wie ich. in erwartung eines schlechten auftritts stand ein taxi vorbestellt für nach meinem auftritt, prime time 20.00h am bühnenhintereingang. letzte börse im seepark 2000(2001?). ich hatte einen unverschämt geilen supertag erwischt, hörte nach 25 von 30 minuten auf und bin geblieben! Danach war der Tourplan voll - danke freiburg!!"
Pigor & Eichhorn, Kabarettisten/Chansonnieren, Deutschland
Die Kulturbörse ist der Kindergeburtstag der deutschen Kleinkunst, auf dem die Kinder Eierlaufen spielen müssen und die Onkels und Tanten sich über den Entwicklungsstand der Blagen austauschen. Und alle hoffen, dass sie von der Geburtstagstorte ein Stück abkriegen.
Alf Poier, Comedy-Künstler, Wien
Die Kulturbörse Freiburg war für mich eine baldige Möglichkeit einem brachliegenden Publikum meine geistigen Orgasmen vorzutäuschen. Nach meinem dortigen Auftritt holten mich viele unbescholtene, gut gläubige Veranstalter in ihre Kasperltheater und wurden so zu meinen Mittätern. Dafür möchte ich mich heute bei der Kulturbörse Freiburg offiziell mit einem Ypsilon bedanken. Hier ist es: Y
Kay Ray, Kabarettist, Entertainer und Sänger, Deutschland
Als Teilnehmer der Kleinkunstbörse in Freiburg kann ich nur hoffen, dass diese Veranstaltung noch lange erhalten bleibt. Sie diente mir als Sprungbrett, aber auch als Kommunikationspunkt zwischen allen Beteiligten der Branche. Herausragend ist im Übrigen die Bühnentechnik, die es mir ermöglichte, mich ohne "Wenn und Aber" zu präsentieren. Ich gratuliere den Machern dieser Veranstaltung von Herzen und wünsche weiterhin viel Erfolg.
Andreas Rebers, Kabarettist, Deutschland
Die Freiburger Kulturbörse ist eine der wichtigsten Einrichtungen für Künstler und Veranstalter und man lernt schnell worum es geht: geh auf die Bühne und mach dir viele Freunde. Alles Gute Andreas Rebers
Thomas Reis, Kabarettist, Deutschland
Die Freiburger Kulturbörse, seit fast 20 Jahren Herausforderung und Prüfstein für jeden darstellenden Künstler, der sich traut vor dem schrecklichsten aller denkbaren Publikümmer sein Glück zu versuchen, dem der Veranstalter. Wer es da schafft, der schafft es anywhere und wer es nicht schafft, der kann sich in Freiburg zumindest stilvoll betrinken, in die Dreisam oder vom Schauinsland stürzen, ohne dabei allzu großen Schaden zu nehmen. Es ist schon schwer sich den Nordpol ohne Eis vorzustellen, aber Freiburg ohne die Börse, niemals. Ich danke der Börse für 20 Jahre große Abenteuer in der kleinen Kunst, die größer ist als so manch kulturbourgeoiser Scheinriese und ich danke der Börse in ihrer Eigenschaft als selektiver Institution unseres Gewerbes, als Emissionsschutz schierer Peinlichkeit, die sich zum Schutz des wirklichen Publikums draußen in den Theatern in der Hallendarbietung des geschlossenen Vollzugs erschöpft. Aber besonderer Dank gilt natürlich dem, was die Börse aus dem Schattenreich der künstlerischen Anonymität ins rechte Rampenlicht gerückt hat, da danke ich auch in meinem Namen. Mit den herzlichsten Grüßen, Euer Thomas Reis.
Frank Sauer, Kabarettist, Deutschland
Kulturbörse, das ist für mich wie einmal im Jahr nach Hause kommen – in die große Tauschfamilie. Denn wo sonst gibt sonst es eine so gute Gelegenheit, mit so vielen Menschen so viel auszutauschen? Gedanken, Ideen, Pläne, Termine, Handynummern und Süßigkeiten es ist ein Faß ohne Holz, und das ist gut so. Wenn man nur nicht danach immer so alle wäre! Die Freiburger Kulturbörse ist für den Kleinkunstbetrieb das, was Doping für den Radsport ist, nämlich: unverzichtbar.
Andreas Schill und Markus Krause von der Agentur Arthaus-Produktion, Bonn
Tja, alle Jahre wieder… Kulturbörse Freiburg! Für viele eine Pflichtveranstaltung, für mich eine Herzensangelegenheit! Viele Veranstalter, Agenturkollegen, ehemalige Bühnenpartner und Kollegen treffen sich und mich. Die Tage sind voll und spaßig – die Abende lang und spaßig… Auch wenn für uns als Agentur die Freiburger Kulturbörse mit erheblichen Kosten und schlimmstenfalls mit keinem Kurzauftritt unserer hervorragenden Künstler verbunden ist,, möchten wir sie nicht missen! Alle Jahre wieder – gerade im Jubiläumsjahr – freue ich mich sehr darauf!!! Herzliche Grüße und viel Erfolg im Jubiläumsjahr wünschen
Olaf Schubert, Comedy-Künstler, Deutschland
Als Welche an mich traten und meinten, ich solle in den Breisgau fahren, um mich feil zu bieten, war ich skeptisch erst. Dann aber sagte man mir: Der Kulturbörse Freiburg sei es gelungen, die über Jahre hinweg im freien Handel erlittenenen, durch ein zu niedriges KGV (Kultur Gewinn Verhältnis) verursachten Kursverluste abzufedern, aufzufangen...quasi, positiv kontra zu potenzieren. Also fuhr ich hin und das, obwohl es weit war. Mein epochaler Auftritt auf dem Freiburger Parkett ist mir noch heute gut in Erinnerung. Trotz der Tatsache, dass bevor ich die Bühne betrat Astrid Touretti, die Thüringer Pudeldompteuse, mit rasanter Show ihrer pfiffigen Vierbeiner auf charmante Weise das Publikum verzaubert hatte, wurde meinen kritischen Liedern, leisen Zwischentönen und lauten Gebärden eine aufmerksame Zuhörerschaft zuteil, von denen ich einige zum Nachdenken nicht nur über mich, sondern auch über Astrid Touretti anregen konnte. Nachher trank ich im Kreise Etlicher Alkohol. Das war auch schön. Am nächsten Tag fuhr ich in meinem Auto aber wieder nach Hause, denn immer wenn's am schönsten ist...
Stage TV, Artistik , Schweiz
Uns hat der Auftritt an der Kulturbörse in Freiburg 2001 sehr viel gebracht. Das Publikum reagierte begeistert auf den Kurzausschnitt von Stage TV und wir bekamen dannach mindestens 50 Verträge in deutschen Theatern im Verlauf der nächsten Jahre. Noch heute buchen uns Veranstalter, die uns dort zum ersten Mal gesehen haben. Ein ganz herzliches Dankeschön an die Macher der Kulturbörse.
Susanne Stallmann von der Agentur Rampensau, Berlin
Die quietschbunte Konkurrenz lässt sich jedes Jahr auf's neue bei der Freiburger Kulturbörse an den Plakatwänden ablesen: größer, schöner, breitwandformatiger. Wir als Agentur aber haben gelernt: nicht, wer's auf die Plakatwand schafft, und nicht, wer Hochglanz Material verbreitet, ist König. Langjährige Überzeugungsarbeit in Kooperation mit hervorragenden Künstlern gleich bleibender Qualität sowie, wenn's gelingt, ein Auftritt der Künstler auf der Bühne im Theatersaal (wenn die Tagesform stimmt) sind bessere und zuverlässigere Garanten für eine dauerhaft erfolgreiche Arbeit. Dass die Börse in Freiburg uns dafür seit langen Jahren ein Präsentations Forum von hoher Qualität mit kompetenten (und wiederkehrenden. das muss man auch erstmal schaffen!) Besuchern gibt, dafür allen, die es möglich gemacht haben: herzlichen Dank!
Nessi Tausendschön, Kabarettistin, Deutschland
Ich fahre immer gerne zur Börse in Freiburg, da ich dort mit so vielen werten Kolleg(In)nen geistige Getränke einnehmen kann, um dann über abwesende Kolleg(In)nen herzuziehen, wenn sie bei ihren Kurzauftritten schwer versagt haben oder um sich über gelungene Präsentationen von artverwandten Kabarettist(Inn)en zu freuen. Oder man foppt gemeinsam die auf der Börse Visitenkarten verteilenden Stelzenläufer und sonstige Animationshandwerker. Außerdem trifft man garantiert seine eigene Agentin oder VeranstalterInnen, die man sonst nur einmal im Jahr sehen würde. Das alles ist schön. Und Freiburg auch.
Teatro del Chiodo, Musikkabarettisten, Schweiz
Plakate, Flyer, Fahnen, Ausrufer, Aktionen in allen Strassen, 700 Vorstellungen pro Tag und nochmals Plakate soweit das Auge reicht und ein neugieriges und begeisterungsfaehiges Publikum : so praesentiert sich das Festival 2007 in Avignon. Und die Franzosen lachen und lachen ueber unseren "Smoking Chopin". Ich erinnere mich, etwa aehnlich war es auch an der Boerse in Freiburg vor ??? Jahren. Wie ist die Boerse jetzt? Immer noch prickelnd?
Peter Vollmer, Kabarettist, Deutschland
"20 Jahre Kulturbörse Dass man an die Kulturbörse geht, um Geschäfte zu machen, den Kursverlauf der Aktien zu verfolgen und den eigenen Marktwert zu steigern, versteht sich von selbst. Dass ich darüberhinaus wirklich gerne hingehe und an der Börse jedes Mal richtig Spaß habe, liegt zum einen daran, dass es eine Menge Freunde, Kollegen und Bekannte aus der Szene gibt, die über die ganze Republik verstreut sind und die ich deswegen nur selten sehe, denen ich hier aber garantiert über den Weg laufe. Vor allem aber empfinde ich die Atmosphäre auf der Börse als sehr offen, heiter und kommunikativ. Hier sind für mich jedes Mal auch neue Bekanntschaften und Kontakte entstanden nicht zuletzt der der Kontakt zu meiner Agentur Arthaus Produktion und abgesehen von allem Geschäftlichen fahre ich immer mit dem Gefühl nach Hause, dass sich auf dieser Börse doch ein sehr lustiges und liebenswertes Völkchen tummelt. Wenn die Kleinkunst im Mainzer Unterhaus ihr Zuhause hat, dann hat sie auf der Freiburger Börse ihren Treffpunkt. Und da tauche ich auch beim nächsten Mal bestimmt wieder auf!"
Gerhard Winterle von der Agentur Rampensau, Berlin
Ich freue mich, dass ich auf der Freiburger Kulturbörse meine neuen Anzüge präsentieren kann und damit der bestangezogene Agent bin. Abends dann im Hirschen, Löwen, Ochsen, Bären, Sonne oder im Bierhäusle den besten Wurstsalat weit & breit verspeisen, was will man mehr?
Zärtlichkeiten mit Freunden, Musik-Kabarettisten, Deutschland
"Freiburg" haben uns alle gesagt, "kann ein Schlachtfest werden. Wer dort einen schlechten Auftritt hinlegt, der hat für die nächsten drei Jahre abgegessen. Dort im Saal sitzen welche mit verschränkten Armen, die schon alles gesehen haben. Es ist ein bisschen wie Zuchtbullenschau." Mit diesen mahnenden Sätzen im Hinterkopf sind wir völlig ahnungslos und mit Schiss in der Hose in den Breisgau gefahren und haben ein kleines Vermögen für Stand und Kurzauftritt hingeblättert, nicht ahnend, was uns erwarten würde. Denn es kam anders als prophezeit. Es wurde ein außerordentlich wunderbares Vortanzen. Fast wie ein richtiger Auftritt. Die Bude war voll, die Leute haben herzlich gelacht und hinterher hatten wir so viele Gäste am Stand, die unsere preiswerten Schokoriegel geschmatzt und uns nach sonstewo gebucht haben. Orte von denen wir im Leben noch nicht gehört hatten. Man lernt viel in Freiburg. Wir denken gern daran zurück. Und nicht nur denken - wir kommen auch gern zurück, denn irgendwie ist es wie ein großes Klassentreffen. Überall laufen einem Kollegen, Bekannte und Freunde über den Weg. Und die Gelegenheit, so einen Haufen Auftritte auf einen Schlag zu sehen, haben wir auch nicht alle Tage. Wir werden mit einem eigenen kleinen Stand da sein und vorher billige Schokoriegel besorgen, umetikettieren und dann feilbieten. So ist es Tradition.










